
Von 1.600 auf 2.800 Kalorien, weg vom Foodfokus und vom Tracken – Luises Erfahrung mit Einfach Ernährung
Nach 25 Kilo Gewichtsverlust ging bei Luise nichts mehr. Heute isst sie 2.800 statt 1.600 Kalorien, der Foodfokus ist weg und sie trackt weder Kalorien noch Gewicht.

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25 Kilo weniger und dann nichts mehr
Luise hatte es geschafft. 25, 30 Kilo weniger. Ein Erfolg, von dem viele träumen.
Und dann ging nichts mehr.
Ein halbes, dreiviertel Jahr lang kein Fortschritt. Sie war lange im Defizit unterwegs, mit Pausen dazwischen, aber die Waage bewegte sich nicht mehr. Sie wechselte in den Ausdauersport, nahm Krafttraining dazu. Auch da: Stillstand.
Es stand alles so ein bisschen still. Und dann fängt man langsam an, seine Fühler auszustrecken, woran es liegen könnte.
Dazu kam etwas, das sich langsam einschlich. Müdigkeit. Schlechte Regeneration. Eine allgemeine Kraftlosigkeit.
Ein Leben nach Kalorienzahl
Was Luise am meisten störte, war nicht die Waage. Es war das Gefühl, dass ihr ganzes Leben von einer Zahl bestimmt wurde.
Ich hatte absolut keine Lust mehr, mein ganzes Leben danach zu bestimmen, dass man nur eine gewisse Kalorienzahl essen darf.
Essen gehen? Keine Lust. Pizzaabend mit Freunden? Schwierig. Abgesagt hat sie nie, aber vor Ort hat sie geschaut, dass sie nicht so viel isst, die gesündere Alternative nimmt oder sich selbst etwas mitbringt.
Und dann war da der Foodfokus. Keine Fressanfälle, die hatte sie nie. Aber ein Hunger, der sich über den Tag aufbaute und abends auf alles da war, egal was. Jeden Tag gleich.
Damals habe ich das nicht so schlimm empfunden. Ich merke es eher jetzt, wo er komplett weg ist, wie hässlich das war.
Ein Video über Krafttraining
Entdeckt hat Luise Einfach Ernährung ganz klassisch: beim Durchscrollen. Eine andere Creatorin hatte eines der Videos verlinkt. Es ging um Krafttraining und darum, dass man nur Fortschritte macht, wenn man mehr isst als im straffen Defizit.
Es klang gut. Luise beschäftigte sich mit der Sache, landete auf der Webseite und buchte ein Erstgespräch.
Was am Ende den Ausschlag gab, waren die vielen Erfahrungsberichte.
Da bekommt man so ein bisschen die Gewissheit, dass es alles kein Hexenwerk ist. Dass es nicht schwierig ist. Und dass es wissenschaftsbasiert ist und nicht einfach nur dahergeredet.
Das Gespräch mit Tim
Am Anfang stand das Tagebuch. Alles aufschreiben, alles kontrollieren. Für Luise war das noch die gewohnte Welt.
Dann kam das Gespräch mit Tim. Und Tim öffnete ihr die Augen, vor allem beim Thema Ausdauersport. Luise steckte mitten in der Vorbereitung auf ihren ersten Marathon. Mit 1.600 Kalorien am Tag.
Tim schickte ihr Studien zu RED-S, dem relativen Energiedefizit im Sport. Luise las sich ein. Und dann kam der Moment.
Gott, wie bescheuert bist du eigentlich, was tust du dir an? Du müsstest es eigentlich besser wissen.
100 Kalorien pro Woche
Der Plan war simpel: langsam hoch. Jede Mahlzeit mindestens 500 Kalorien, dazu Snacks.
Luise tastete sich ganz vorsichtig ran. Ungefähr 100 Kalorien mehr pro Woche. Über viele, viele Wochen.
Ich habe nicht schnell erhöht, sondern mich wirklich ganz langsam rangetastet. Und damit bin ich recht gut gefahren.
Der Foodfokus wurde weniger. Die Kraft kam zurück. Die Ausdauer auch.
Ich habe einfach gemerkt, dass es total sinnlos war, was ich vorher getrieben habe.
Von 1.600 auf 2.800 Kalorien
Gelandet ist Luise bei 2.800 Kalorien. 1.200 mehr als zu Beginn.
Und die Waage? Die üblichen Schwankungen, nach dem Urlaub mal ein bisschen mehr. Aber nicht höher als beim Einstieg.
Zwischendrin passierte sogar das Gegenteil: Bei 2.000 bis 2.300 Kalorien verlor sie noch mal 4 kg, und zwar zügig. Ein Teil davon kam später wieder drauf, weil sie sich im Krafttraining massiv gesteigert hatte.
Bei 2.800 war dann Schluss. Nicht weil das Gewicht stieg, sondern weil sie schlicht nicht mehr essen konnte.
Ich konnte es einfach nicht mehr sehen. Ich habe es nicht mehr reinbekommen.
Tim sagte: Dann aufhören an der Stelle. Und Luise hörte auf. Ziemlich plötzlich auch mit dem Tracken.
Eine Flasche Öl
Ausgewogen hat sich Luise schon vorher ernährt. Was sich verändert hat, ist etwas anderes.
Endlich konnte sie ihre Kohlenhydrate erhöhen. Endlich kam das Fett in einen normalen, gesunden Bereich. Vorher hatte sie fast nur auf Proteine geachtet, weil mit 1.600 Kalorien für den Rest kein Platz war.
Lightprodukte? Fast komplett gestrichen. Volumenessen? Gibt es nicht mehr.
Man versucht nicht mehr krampfhaft, jedes Rezept in eine kalorienärmere Version umzubasteln, um sich dann einzureden, dass es hervorragend schmeckt. Was es nicht tut, weil es einfach nach nichts schmeckt.
In der Zeit der Erhöhung hat Luise eine ganze Flasche Öl verbraucht. Vorher gab es praktisch gar kein Öl. Und Käse ist wieder auf dem Teller. Käse gab es vorher gefühlt nie.
Alles ist runder geworden, sagt sie. Alles schmeckt besser.
Speisekarten, die niemand mehr vorher liest
Luise wohnt in einer eher entlegenen Region. Viel essen gehen ist da nicht. Aber wenn, dann ohne Vorbereitung.
Ich gucke mir vorher keine Speisekarten an. Das ist mir egal. Es wird einfach hingegangen und dann wird sich schon was finden.
Das Mitgebrachte, die gesündere Alternative, das Weniger-Essen vor Ort: alles Vergangenheit.
Klimmzüge
Körperlich hat sich einiges getan. Luise hat ordentlich Muskulatur aufgebaut und ist deutlich definierter geworden. Das sieht sie im Spiegel. Und sie hört es von anderen, gerade im Fitnessstudio.
Und dann ist da noch etwas, mit dem sie nie gerechnet hätte.
Ich habe mittlerweile Klimmzüge geschafft. Auch das hätte ich nie gedacht, dass das mal was wird.
Nichts mehr tracken. Nicht mal das Gewicht
Luise ist ehrlich, was das Coaching angeht. Die Calls waren nicht ihre Welt. Die Termine fielen auf Tage, an denen sie nicht konnte, und mit halbem Ohr dabei zu sein bringt nichts. Die Foren nutzt sie nicht.
Dafür hört sie die Podcasts sehr gern. Und die App hat sie richtig gern genutzt, vor allem mit den ganzen Verbesserungen, die mit der Zeit dazukamen.
Im Moment braucht sie die App allerdings nicht.
Ich tracke im Moment nichts mehr. Weder Kalorien noch Gewicht, noch sonst irgendwas.
Irgendwann wird sie wieder ins Defizit gehen. Dann trackt sie wieder. Bis dahin: nichts.
Luises Botschaft
Was sie Frauen rät, die sich fragen, ob das etwas für sie ist?
Einfach ausprobieren. Es auszuprobieren wird definitiv nicht schaden. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass es nicht hilft. Und dann kann man immer aufhören.
Und zum Schluss noch das, was ihr am wichtigsten ist.
Man geht den Weg letztendlich schon alleine weiter. Aber es braucht diesen kleinen Anstoß. Das gibt sehr viel Lebensqualität zurück, gerade für Frauen, die sich in so einer Negativspirale befinden, aus der man selber ganz schlecht wieder rauskommt.
Luises Kalorienreise auf einen Blick
- Vorher: 1.600 kcal, Stillstand trotz Marathon-Vorbereitung
- Aufbau: ca. 100 kcal pro Woche, über viele Wochen
- Zwischendurch: 4 kg weniger bei 2.000 bis 2.300 kcal
- Heute: 2.800 kcal (+1.200 kcal), Gewicht nicht höher als beim Einstieg
- Körperlich: mehr Muskeln, definierter, erste Klimmzüge
- Status: trackt weder Kalorien noch Gewicht
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