SABOTAGE-STRAUSS

Der Sabotage-Strauß

Von Montag bis Freitag läuft alles nach Plan. Dann kommt das Wochenende und die „Jetzt ist sowieso egal"-Haltung.

Der Sabotage-Strauß

Der Sabotage-Strauß

Von Montag bis Freitag läuft alles nach Plan. Die Kalorien sind getrackt, das Essen ist vorgekocht, die Motivation ist riesig.

Wenn da nicht das Wochenende und die „Jetzt ist sowieso egal"-Haltung wären …

Am Montag beginnt das gleiche Spiel von vorn. Neue Woche, neuer Anlauf, neues Versprechen an sich selbst.

Der Sabotage-Strauß weiß genau, wie Abnehmen funktioniert. Er weiß jedoch auch, wie er sich selbst gut verarschen kann.

WER IST DER SABOTAGE-STRAUSS?

Wer der Sabotage-Strauß wirklich ist

Der Sabotage-Strauß ist meistens übergewichtig.

Sein BMI liegt oft über 25, manchmal deutlich darüber.

Viele Sabotage-Strauße haben ein konkretes Ziel: unter 100 Kilo kommen.

Oder unter 90. Oder unter 80. Die Zahl verschiebt sich, aber die Richtung ist immer dieselbe: runter.

Nur kommt er da nie dauerhaft an.

Er hat schon alles ausprobiert. Low Carb, Paleo, Vegan for Fit, Intervallfasten, High Speed Diät, 30-Tage-Challenges. Manche Versuche haben ein paar Wochen gehalten, manche ein paar Monate.

Das Ergebnis war immer dasselbe: ein paar Kilo runter, dann kamen sie zurück.

Unter der Woche isst der Sabotage-Strauß zwischen 1500 und 1700 Kalorien.

Er trackt penibel, verzichtet auf Süßigkeiten, meidet hochkalorische Lebensmittel.

Die Ernährung fühlt sich nicht gut an, aber sie fühlt sich richtig an, weil sie Verzicht bedeutet.

Und Verzicht bedeutet für den Sabotage-Strauß: Ich tue etwas gegen mein Gewicht.

Am Wochenende kippt es. Ein Stück Pizza wird zu einer ganzen. Ein Stück Schokolade wird zur Tafel.

Aus „Ich schau mal, was im Kühlschrank ist" werden ein kleines Müsli, eine halbe Packung Gummibärchen und eine ganze Tüte Chips.

Sonntags wird nicht mehr getrackt, weil Samstag ja schon „verkackt" wurde.

Und morgen ist Montag.

Dann wird wieder angefangen, und dieses Mal richtig (nicht wie die 43 Male zuvor).

Was viele Sabotage-Strauße gemeinsam haben

  • Sie bezeichnen sich selbst als schon immer oder schon als Kind „pummelig"
  • Toxische Diätkultur der Mutter miterlebt und aufgezwungen bekommen
  • Oft im Kindesalter mit Mobbing zu kämpfen gehabt
  • Oft narzisstische Eltern
  • Glauben innerlich oft gar nicht mehr, dass sie es wirklich schaffen, nichts zu tun, fühlt sich jedoch schlimmer an
  • Ihre Identität besteht bereits daraus, dass sie ein Problem mit Übergewicht haben und immer auf Diät sind
  • Ihre größte Angst: Menschen aus der Vergangenheit könnten ihnen das Gefühl geben, dass sie nicht wertvoll sind, wenn sie „dick" sind
  • Ihr größter Wunsch: Endlich dazugehören, Klamotten tragen, die ihnen wirklich gefallen, sich im Körper wohlfühlen und nicht mehr das Gefühl der Scham zu verspüren

Wenn der Kopf immer dieselbe Antwort gibt

Nach jedem Wochenende kommt dieselbe Reaktion:

„Ich muss mich einfach mehr zusammenreißen. Wie konnte ich nur so die Kontrolle verlieren? Was stimmt nicht mit mir?"

Der Sabotage-Strauß glaubt, das Problem sei sein Wille. Dass er es einfach nicht genug will. Dass er zu schwach ist.

Dass andere Menschen das offenbar hinbekommen und er eben nicht. Und weil er das glaubt, zieht er immer denselben Schluss: Beim nächsten Mal muss ich härter sein. Strenger. Konsequenter.

Weniger Kalorien. Mehr Regeln. Mehr Verbote. Kein Zucker unter der Woche. Kein Essen nach 18 Uhr. Keine Ausnahmen.

Und genau das macht den nächsten Zusammenbruch wahrscheinlicher.

Je strenger die Woche, desto heftiger das Wochenende. Je mehr Verzicht, desto größer der Druck, der sich aufstaut.

Aber der Sabotage-Strauß sieht das nicht, weil sein Kopf ihm immer wieder dieselbe Antwort gibt: Du warst nicht diszipliniert genug.

Dazu kommt eine Denkweise, die keinen Mittelweg kennt.

Entweder läuft die Diät perfekt oder sie ist gescheitert.

Ein Stück Schokolade am Mittwochabend ist kein Stück Schokolade.

Es ist der Beweis, dass diese Woche auch schon egal ist.

„Na, wenn ich heute schon Schokolade esse und gesündigt habe, können wir auf dem Rückweg noch Eis holen. Heute ist sowieso egal und morgen starte ich dann wieder durch."

Eine Woche im Leben des Sabotage-Straußes

Montag

1500 Kalorien, sauber getrackt. Frühstück fällt aus oder besteht aus einem Kaffee und einem Proteinriegel. Mittags ein Salat oder eine kleine Portion Reis mit Hähnchen. Abends die einzige Mahlzeit, die sich halbwegs nach Essen anfühlt, aber selbst die ist kalorienmäßig durchgeplant.

Dienstag – Donnerstag

Dasselbe. Wenn dem Sabotage-Strauß nichts in die Quere kommt, funktioniert die Diät unter der Woche, wie geplant.

Doch ein Stück Kuchen auf der Arbeit, das von der Arbeitskollegin mitgebracht wurde, kann alles zunichte machen.

Samstag

Der Plan war, die Kalorien auch heute einzuhalten. Dann kommt ein Treffen mit Freunden. Oder ein Kindergeburtstag. Oder einfach nur der Abend auf der Couch. Ein Glas Wein, ein paar Chips, ein Stück Kuchen.

Der Gedanke kommt schnell:

„Jetzt habe ich eh schon mehr gegessen als geplant."

Ab diesem Moment wird nicht mehr getrackt. Ab diesem Moment ist alles erlaubt.

Sonntag

Wird nicht getrackt. Wozu auch, Samstag war ja schon gelaufen. Und morgen ist Montag, da wird wieder angefangen.

Also kann man heute noch mal zugreifen. Noch mal Brötchen mit allem. Noch mal Nachtisch. Noch mal das Gefühl, sich etwas zu gönnen, bevor am Montag wieder der Verzicht beginnt.

Denn wie jeden Montag, ist DIESER Montag dann wirklich der Tag, der alles verändern wird (so wie die 44 Montage zuvor).

Das Kalorientagebuch des Sabotage-Straußes zeigt fünf saubere Tage und zwei schwarze Löcher. Was in der App steht, sieht nach Defizit aus. Was tatsächlich gegessen wurde, gleicht es wieder aus. Manchmal übersteigt es das sogar.

Wiedergutmachung statt Verständnis

Am Montag nach einem verlorenen Wochenende schaltet der Sabotage-Strauß in den Schadensbegrenzungsmodus. Die Kalorien werden nochmal gesenkt. Vielleicht heute nur 1200 statt 1500. Vielleicht eine zusätzliche Runde Joggen. Vielleicht das Frühstück komplett weglassen und erst mittags essen.

Es ist keine bewusste Strategie. Es ist Bestrafung. Der Sabotage-Strauß bestraft sich für das Wochenende, weil er glaubt, es verdient zu haben.

„Wie konnte ich nur so die Kontrolle verlieren? Das muss ich jetzt wieder gutmachen."

Und dann gibt es die größeren Wiedergutmachungen. Die neuen Anläufe. Eine Kollegin erzählt von Vegan for Fit, also wird einen Monat lang nichts Verarbeitetes gegessen. Ein Instagram-Post verspricht Ergebnisse mit der Highspeed Diät: nur Protein und Gemüse, maximal 1000 Kalorien, dazu Refeed-Days und Krafttraining. Zwei Wochen hält er durch. Dann bricht es wieder zusammen.

Der Sabotage-Strauß stürzt sich in jeden neuen Versuch mit der vollen Überzeugung, dass es dieses Mal klappt. Der Wunsch nach Veränderung ist so groß, dass jeder Hoffnungsschimmer als Startschuss reicht.

Schnell motiviert, noch schneller unmotiviert. In der ersten Woche muss sich etwas auf der Waage bewegen, sonst war es das schon wieder.

Zwei Persönlichkeiten in einem Körper

Irgendwann hat der Sabotage-Strauß aufgehört, sich als eine Person zu sehen.

Da ist der Teil, der es schaffen will. Der Montags-Mensch.

Der trackt, der plant, der verzichtet, der sich zusammenreißt, durchdacht einkaufen geht und vorkocht.

Und da ist der andere Teil. Der Samstags-Mensch.

Der die Chipstüte aufreißt, die Reste vom Vortag verdrückt und am Sonntagmorgen mit schlechtem Gewissen aufwacht.

Die Diät-Schiene und die „Mir doch alles egal"-Schiene. Zwei Modi, die sich abwechseln, aber nie gleichzeitig existieren. Kontrolle oder Chaos. Dazwischen gibt es nichts.

Diese Aufspaltung ist kein Charakterfehler. Sie ist das Ergebnis von Jahren, in denen der Sabotage-Strauß gelernt hat, dass es nur diese zwei Optionen gibt.

Entweder er ist auf Diät und tut etwas Richtiges. Oder er ist nicht auf Diät und tut etwas Falsches.

Ein normales Verhältnis zum Essen, eines ohne Regeln, ohne Tracking, ohne Schuldgefühle, liegt so weit außerhalb seiner Vorstellungskraft, dass er es bei anderen Menschen beobachtet wie etwas Fremdes.

Was niemand sieht

Der Sabotage-Strauß isst selten in der Öffentlichkeit.

Nicht weil er keinen Hunger hat, sondern weil er sich schämt.

In der Kantine nimmt er den kleinen Salat, obwohl er Hunger auf die Pasta hätte.

Beim Geburtstag im Büro lehnt er das Stück Kuchen ab, obwohl er es gerne essen würde.

„Was denken die, wenn ich als übergewichtige Person hier Kuchen esse?"

Das eigentliche Essen passiert zu Hause. Alleine. Abends, wenn niemand zuschaut. Oder auf dem Weg vom Supermarkt, im Auto, bevor er die Tüte in die Wohnung trägt.

Manchmal schickt er jemand anderen los, um die Süßigkeiten zu kaufen, damit er sie nicht selbst aufs Kassenband legen muss.

Auch der Körper wird versteckt. Der Sabotage-Strauß trägt Kleidung, die kaschiert. Weite Oberteile, dunkle Farben, Schnitte, die Speckrollen verbergen.

Das Schwimmbad wird gemieden. Fotos werden vermieden oder nur aus bestimmten Winkeln akzeptiert.

Situationen, in denen das eigene Gewicht sichtbar werden könnte, werden umgangen, lange bevor sie eintreten.

Nach außen funktioniert der Sabotage-Strauß. Er geht zur Arbeit, er trifft Freunde, er lebt sein Leben.

Aber unter der Oberfläche läuft eine permanente Kalkulation:

Wo könnte jemand meinen Körper sehen? Wo könnte jemand sehen, was ich esse? Wo könnte jemand denken, dass ich mich nicht im Griff habe?

Wo das Muster seinen Ursprung hat

Bei vielen Sabotage-Straußen beginnt die Geschichte nicht mit der ersten Diät. Sie beginnt am Esstisch der Eltern.

Die Mutter war selbst nie zufrieden mit ihrem Körper. Sie war gefühlt permanent auf Diät und hat in all den Jahren nie nennenswert abgenommen. Crash-Diäten, Wundermittel, Weight Watchers.

Das Kind hat zugeschaut und gelernt: So geht man mit dem eigenen Körper um. Man kämpft gegen ihn.

Und dann kamen die Kommentare. Nach dem Mittagessen, wenn es ein Duplo als Nachtisch gab:

„Bist du sicher, dass du das jetzt essen willst? Du hast dich doch so unwohl gefühlt mit deinem Bauch. Wolltest du nicht eigentlich abnehmen?"

Zehn Minuten Diskussion für ein Duplo. Nicht weil die Mutter es böse meinte. Sie glaubte, ihr Kind zu beschützen. Aber was sie tatsächlich geschaffen hat, war das Gegenteil: ein Verlangen, das mit jedem Verbot größer wurde.

Später fällt die Kontrolle von außen weg. Die Kommentare hören auf, die Regeln gelten nicht mehr. Und dann wird nachgeholt, was jahrelang verboten war. Nicht aus Hunger, sondern aus dem Gefühl, endlich zu dürfen.

Bis die Waage eine Zahl zeigt, die Panik auslöst, und die erste eigene Diät beginnt.

So entsteht der Kreislauf, der den Sabotage-Strauß oft über Jahrzehnte begleitet. Die Kindheit hat ihm zwei Dinge beigebracht:

Essen ist etwas, das man sich verdienen muss. Und wer zunimmt, hat versagt.

Beides zusammen ergibt eine Überzeugung, die tief sitzt:

Es fühlt sich falsch an, normal zu essen, solange man nicht schlank ist.

Außerdem möchte der Sabotage-Strauß am meisten Eines: Akzeptiert, geliebt und respektiert werden. Endlich dazugehören, primär körperlich. Und er möchte es den „anderen" beweisen. Insgeheim wünscht er sich, dass die Menschen, die ihn verurteilt haben, ihn beneiden und sich fragen, wie er die Abnahme erreicht hat.

Der Sabotage-Strauß ist zwar immer auf Diät, hat den Glauben an sich jedoch längst verloren.

Die erlernte Hilflosigkeit sitzt tief.

Er macht trotzdem weiter Diät, jeden Montag aufs Neue, weil die Angst größer ist als die Hoffnung. Die Angst, dass ohne Diät alles nur noch schlimmer wird.

Das eine, was er nie versucht hat

Der Sabotage-Strauß ist überzeugt, dass er alles versucht hat. Low Carb, High Carb, Paleo, vegan, Intervallfasten, Kalorienzählen, kein Kalorienzählen, mehr Sport, weniger Sport.

Er hat Apps getestet, Bücher gelesen, Podcasts gehört, Blogs von amerikanischen Fitnessgrößen studiert.

Er weiß, was Makros sind, was ein Kaloriendefizit ist, und wie man richtig trackt. Wissen ist nicht sein Problem.

Aber jeder dieser Versuche ging in dieselbe Richtung. Weniger essen, härter durchziehen, mehr einschränken.

Jede neue Methode war eine andere Verpackung für dasselbe Prinzip.

Der blinde Fleck liegt nicht im Wochenende. Er liegt in der Woche davor.

Der Sabotage-Strauß isst von Montag bis Freitag zu wenig.

Nicht insgesamt, wenn man die Woche zusammenrechnet, aber an den einzelnen Tagen.

1500 bis 1700 Kalorien, die weder sättigen noch befriedigen.

Er erlebt unter der Woche so wenig Genuss in seiner Ernährung, dass sich ein Druck aufstaut.

Ein Stück Schokolade am Freitagabend ist dann nicht einfach ein Stück Schokolade. Es ist der Funke, der ein großes Feuer entfacht.

Die Essanfälle am Wochenende sind nicht die Ursache. Sie sind die Konsequenz einer Woche, in der der Körper und der Kopf nicht bekommen haben, was sie benötigen.

Was es wirklich kostet

Das Gewicht des Sabotage-Straußes steigt langfristig, obwohl er die meiste Zeit auf Diät ist.

Man könnte sagen: Immer auf Diät, nie im Defizit.

Das ist das Paradox, das ihn am meisten zermürbt. Vor fünf Jahren waren es 80 Kilo. Dann 85. Dann 91.

Jeder Zyklus aus Crash und Rückfall hinterlässt ein bisschen mehr auf der Waage als vorher.

Die Richtung geht schleichend nach oben und keine Diät hat das bisher umgekehrt.

Das Vertrauen in sich selbst ist irgendwann aufgebraucht. Der Sabotage-Strauß hat so oft angefangen und so oft aufgehört, dass er seinen eigenen Vorsätzen nicht mehr glaubt.

Am Montagmorgen nimmt er sich vor, diese Woche durchzuhalten. Aber ein Teil von ihm weiß schon, dass es wieder nicht klappen wird.

Dieses Wissen macht etwas mit einem Menschen. Es formt ein Selbstbild, in dem Scheitern die Normalität ist.

„Ich bin einfach nicht diszipliniert genug. Ich schaffe es nie. Was stimmt nicht mit mir?"

Das Umfeld bekommt es mit. Der Partner erlebt jemanden, der entweder gereizt ist, weil unter der Woche gehungert wird, oder niedergeschlagen, weil das Wochenende wieder aus dem Ruder gelaufen ist.

Gute Laune gibt es nur in den ersten Tagen eines neuen Anlaufs, wenn die Motivation noch frisch ist.

Und mental zahlt der Sabotage-Strauß den höchsten Preis. Der ständige Wechsel zwischen Hoffnung und Enttäuschung kostet Energie, die für andere Dinge im Leben fehlt.

Beruf, Beziehung, Hobbys, alles steht im Schatten eines Themas, das nie gelöst wird.

Der Sabotage-Strauß denkt den ganzen Tag an Essen, an Kalorien, an sein Gewicht.

Nicht weil es ihm Spaß macht, sondern weil er täglich im Spiegel und auf der Waage daran erinnert wird, dass er sich kein Ausruhen erlauben darf.

So geht es nicht weiter

Es gibt selten einen einzelnen Moment, in dem der Sabotage-Strauß aufwacht. Es ist eher eine Häufung von Signalen, die irgendwann zu laut werden.

Die Waage zeigt wieder die Zahl, die er nie wieder sehen wollte. 90 Kilo. Die Zahl, bei der beim letzten Mal schon das Alarmsignal anging. Und dieses Mal ist sie schneller zurückgekommen als erwartet.

Oder es ist ein Foto. Weihnachten, Familienfeier, jemand hat es gepostet. Und der Mensch auf dem Bild sieht nicht aus wie der Mensch, der sich jeden Morgen im Spiegel daran vorbeimanövriert.

„Das bin nicht ich. Ich fühle mich so nicht, aber mich guckt da gerade ein Fremder an auf diesem Foto."

Oder es ist die Erkenntnis, die sich leise einschleicht:

Ich mache das jetzt seit 10 Jahren. Seit 15 Jahren. Immer dasselbe Spiel, immer dasselbe Ergebnis. Und es wird nicht besser. Es wird langsam schlimmer.

NÄCHSTER SCHRITT

Der nächste Schritt

Der Sabotage-Strauß hat vor allem drei Probleme:

  • Keine Struktur: Der Sabotage-Strauß kennt nur radikale Methoden, die langfristig nicht funktionieren können. Er hat keine Struktur in der Ernährung, keine Basis, um überhaupt in ein Kaloriendefizit zu starten.
  • Falsche Erwartung: Er unterschätzt, wie lange er für ein gesundes Defizit benötigt und überschätzt den wöchentlichen Gewichtsverlust, der möglich und realistisch ist.
  • Er isst zu „wenig": Nicht insgesamt, jedoch periodisch. Darum gerät er auch aus dem Gleichgewicht und isst eher zu viel als zu wenig, auch wenn überwiegend 1500 Kalorien getrackt werden.

Wenn Du Dich im Sabotage-Strauß wiedererkannt hast, ist noch weniger essen unter der Woche der größte Fehler, den Du machen kannst.

Nicht weil Disziplin das Problem ist, sondern weil die Strategie das Problem ist.

Du benötigst keine neue Diät. Du benötigst eine Ernährung, die Dich sättigt, befriedigt und mit Nährstoffen versorgt, ohne dass sich unter der Woche ein Druck aufbaut, der am Wochenende explodiert.

Wenn Du ein Sabotage-Strauß bist und das ändern möchtest, kannst Du Dich gerne bei uns melden und wir bieten Dir gerne ein kostenfreies Strategiegespräch an, wenn Du mehr über eine mögliche Zusammenarbeit mit uns erfahren möchtest.

In einem Strategiegespräch hören wir uns Deine Situation an und schauen gemeinsam, wie wir Dir individuell weiterhelfen können.

Das Gespräch ist kostenfrei und unverbindlich.

Das ist wichtig: Ab Adipositas Grad 2 und teilweise auch ab Grad 1 können wir Dir nicht weiterhelfen. Hier solltest Du Dich in einem Adipositaszentrum vorstellen.

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